Deutschlands erste Unterwasser-Haltestelle

Bahnhof Jungfernstieg

So sah der Jungfernstieg-Bahnsteig zu seiner Eröffnung aus

Foto: Hamburger Hochbahn AG

U2-Bahnsteig in Richtung Hamburg-Niendorf (am rechten Bildrand ist der Bahnsteig der U4)

Foto: Oliver Scholz

Abgang zum U- und S-Bahnhof am Jungfernstieg in der Nähe der Alsterarkaden

Foto: Von Staro1

1911 wurde die Hamburger Hochbahn gegründet, 20 Jahre später feierte das Unternehmen einen seiner ersten großen Höhepunkte: Am 25. März 1931 wurde die U-Bahnstation Jungfernstieg eröffnet. Die Inbetriebnahme der Haltestelle unter den Alsterabflüssen war gleichzeitig eine Deutschland-Premiere, denn nie zuvor wurde hierzulande eine Station unter Wasser gebaut. Und auch die Rolltreppe war ein Novum im öffentlichen Raum.

Auch 1931 gab es in der Haltestelle schon Rolltreppen
Foto: Hamburger Hochbahn AG

Der Jungfernstieg war damals Teil der sogenannten Kell-Jung-Linie (Kellinghusenstraße bis Jungfernstieg), die den Hamburger Norden mit der Hamburger Innenstadt verband und damit eine schnellere Verbindung bot als die knapp 20 Jahre zuvor eröffnete Ringlinie.

Die Arbeiten waren durchaus eine Herausforderung, gebuddelt wurde am Jungfernstieg komplett in offener Bauweise. Um die Grube abzusichern, wurden in der Binnenalster Dämme aus Sand aufgeschüttet und eiserne Spundwände eingerammt. Außerdem wurden das Wasser aus der Baugrube abgepumpt und das Grundwasser abgesenkt.

Die Maßnahmen fruchteten nur teilweise - wegen schlammigen Baugrunds und Altlasten wie Findlingen und Holzpfählen konnte am 25. März 1931 auf Höhe des Neuen Walls zunächst nur ein provisorischer Bahnsteig eröffnet werden. Die Gesamtstrecke der Kell-Jung-Linie ging schließlich im April 1934 in Betrieb.

Der Presserummel war am 25. März 1931 enorm
Foto: Hamburger Hochbahn AG

Heute ist der Jungfernstieg die Haltestelle mit den drittmeisten Fahrgästen in Hamburg. Täglich passieren die Station mit den Zügen der U1, U2 und U4 mehr als 100.000 Menschen. Höher frequentiert sind nur noch der Hauptbahnhof (mehr als 180.000 Fahrgäste pro Tag) und das Berliner Tor (rund 125.000).

Die jüngste Linie, die den Jungfernstieg passiert, ist die im November 2012 in Betrieb genommene U4. Die Strecke, die die HafenCity auf direktem Wege mit Billstedt verbindet, soll im Süden noch bis zu den Elbbrücken und im Osten bis zur Horner Geest verlängert werden.

In einer Million Arbeitsstunden waren am Jungfernstieg von März 1930 bis dahin mehr als 1300 Tonnen Eisen, 3500 Tonnen Zement, mehr als 14.000 Kubikmeter Kies, 300.000 Mauersteine sowie rund 1300 Kubikmeter Holz verbaut worden.

Quelle: Internet

 

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